Die heutige Begegnungsstätte des Knielinger Bürgervereins diente lange Zeit als Schulgebäude, war jedoch schon bald zu klein. Deshalb wurde unser Schulhaus im Jahr 1887 mit acht Klassenzimmern und einem Raum für einen Unterlehrer erbaut. Der vorhandene Hof zwischen diesem und dem derzeitigen Schulhaus dient nach wie vor als Pausenhof für die Schüler. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde das neu errichtete Gebäude neben dem Schulbetrieb als Fortbildungsschule genutzt; auch Post und Sparkasse verwendeten die Räumlichkeiten mit. Während des zweiten Weltkrieges wurde der Unterricht von Dezember 1944 bis Oktober 1945 eingestellt.

Nach dem Krieg wurde das Haus für Flüchtlinge eingerichtet, später aber wieder umgebaut, zunächst als Knabenschule, daraufhin als Grundschule. In der Knielinger Chronik wird die Einrichtung über längere Zeit als Goetheschule geführt. In den siebziger Jahren wurde das Schulhaus grundlegend saniert und im Jahr 1983 widmete man sich der Ausgestaltung des Schulhofes mit Pflanzen und Spielgeräten für die Kinder. Im Oktober 2003 erhielt die Schule das Zertifikat "Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt" und im Jahr 2005 wurde der Pausenhof vom Kultusministerium mit dem Prädikat "Bewegungsfreundlicher Schulhof" ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2006 haben die Kinder zudem die Möglichkeit, sich an einer Boulderwand und einem Klettergerüst auszutoben. Das Schulhaus selbst wurde bis zum Jahr 2004 kaum verändert. Seither fanden jedoch verschiedene Renovierungsarbeiten zur Instandhaltung und Verbesserung (z.B. Foyer, Sanitäranlagen, Fenster, Klassenzimmer, etc.) statt.